Korrosionsschäden an Heizungsrohren in Fußbodenkonstruktionen

 

Nach durchgeführten Bodenbelagsarbeiten wurden in Einzelfälle über Korrosionsschäden an Heizungsrohren aus Stahl  berichtet. Sollte ein Schaden eintreten, tritt dieser meist innerhalb weniger Monate nach den Bodenbelagsarbeiten auf.

Tritt ein solcher  Schaden auf, wird häufig ein Sachverständiger mit der Klärung der Schadensursache beauftragt. Dessen Bewertung liefert in der Regel eine der folgenden Schadensursachen:

  • Auswahl eines ungenügend korrosionsbeständigen und damit ungeeigneten Rohrmaterials.
  • Ungenügender Schutz des Rohrmaterials infolge fehlender oder zu wenig wirksamer Korrosionsschutzbeschichtung.
  • Ungenügender Schutz des Rohrmaterials durch konstruktive Fehler, z. B. falscher Einsatz von Rohrmanschetten oder ungewollte Kondenswasserbildung.
  • Kontakt des Rohrmaterials mit korrosiv wirkenden Reinigungsmitteln.
  • Kontakt des Rohrmaterials mit korrosiv wirkenden Baustoffen.

Läuft die Spachtelmasse bei den Ausgleich- bzw. Spachtelarbeiten  zwischen die Isolierummantelung und  dem Stahlrohr, kann die Feuchtigkeit nicht entweichen und demzufolge längerfristig auf das Stahlrohr einwirken.

Nach dem aktuellen Stand der Technik und den Vorgaben der Bauaufsicht müssen die eingesetzten Baumaterialien brauchbar und dauerhaft sein (§ 3Musterbauordnung). Dies muss durch den Einsatz geeigneter Materialien oder durch geeignete konstruktive Maßnahmen gewährleistet werden! Nach Angaben der Hersteller dient z.B. eine galvanische Verzinkung des Stahlrohres lediglich als Transport- und Lagerschutz. Eine nur 10 bis 20 Mikrometer dünne Zinkschicht kann keinesfalls die Dauerhaftigkeit des Rohrs in einer korrosiven Umgebung gewährleisten.

Wenn das Bodenlegendengewerk erkennt, dass  Spachtelmasse in die Isolierung des Rohres fließen könnte und dies nicht verhindert wird, setzt er sich dem Vorwurf fahrlässigen Handelns aus und kann dadurch mit in die Haftung genommen werden.

Besteht die Möglichkeit, dass das Rohr nach dem Einbau mit Baustoffen in Berührung kommt, die zu Korrosion führen können, so muss dies bereits der Planer berücksichtigen.

Hier muss entweder:

  • ein Material ausgewählt werden, dass den zu erwartenden Bedingungen Stand hält, z. B. nichtrostenden Stahl oder Kupfer oder
  • den konstruktiven Aufbau so wählen, dass der Kontakt zu korrosionsfördernden Medien zuverlässig verhindert wird, z. B. durch geeignete Dichtmanschetten.

Im Falle galvanisch verzinkter Wasserrohre weisen auch die Hersteller der Rohre in ihren technischen Unterlagen auf die dargestellten Zusammenhänge hin. Findet der Bodenleger auf der Baustelle eine Situation vor, bei der er die Gefahr des Kontakts von Spachtelmasse oder anderen Verlegewerkstoffen mit Stahlrohren erkennt (z. B. abgeschnittene Isoliermanschetten), muss er unverzüglich Bedenken anmelden.

Ihr Jens Bader

Geschäftsführer Bader Parkett Boden GmbH


Quelle: TKB Presseinformation Korrosionsschäden an Heizungsrohren in Fußbodenkonstruktionen
Profi -News 1

Profiinformation:

Was ist die Aufgabe der Oberflächenbehandlung bei Parkettböden?

Die Oberflächenbehandlung von Parkett, sei es mit Lack, Öl oder Wachs, soll den Boden gegen Schmutz und Feuchtigkeit schützen und dabei selbst möglichst verschleißfrei sein. Durch solche Oberflächenbehandlungssysteme soll die Lebensdauer des Parketts verlängert und der Pflege- und Reinigungsaufwand reduziert bzw. erleichtert werden.

Lacksysteme „versiegeln“ die Holzoberfläche mit einem dünnen Film, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen. Bei Öl-Imprägnierungen dringen die Komponenten in das Holz ein und schützen dieses. Wachse werden in erster Linie als Öl-Wachs-Kombinationen oder als Wachspflegemittel verwendet.

© Bader Parkett Boden GmbH

Worin unterscheiden sich Lack und Öl?

Lacke: Versiegelungen bilden eine Lackschicht auf dem Holz, verhindern dadurch das Eindringen von Schmutz und Feuchte effektiv und erhöhen die Haltbarkeit des Bodens enorm. Der Lack ist den mechanischen und chemischen Belastungen durch die Nutzung direkt ausgesetzt. Daher muss die Qualität der möglichen Versiegelung der zu erwartenden Belastung und dem Verwendungszweck angepasst sein. Hinsichtlich der Optik wird eine große Bandbreite verschiedener Anfeuerungs- und Glanzgrade angeboten. Die Spanne der Glanzgrade reicht von hochglänzenden bis extramatten Oberflächen, (die das natürliche Aussehen des Holzes betonen). Allerdings lässt sich die Versiegelung nur komplett, nicht partiell, wie bei imprägnierten Oberflächen, überarbeiten. Im üblichen Wohnbereich ist die Renovierung je nach Pflege- und Versiegelungsqualität nur alle 10 – 15 Jahre nötig.

Zur Reinigung und Pflege reicht Staubsaugen, nebelfeuchtes Wischen mit einem milden Spezialreiniger sowie die regelmäßige Behandlung mit einem geeigneten Pflegemittel. Den Parkettboden niemals mit einer nassen Wischflotte überziehen.

Öle: Beim Ölen wird das Holz imprägniert ohne dass eine nennenswerte Schicht entsteht. Das Öl härtet oxidativ (durch Sauerstoffaufnahme) und benötigt zur Trocknung ausreichend Zeit und eine gute Belüftung, bzw. ausreichenden Luftwechsel des Raumes. Weiterhin betont Öl durch seine matte Optik die Struktur des Holzes. Auch Kombinationen aus Öl und Wachs werden auf dem Markt angeboten. Die imprägnierende Wirkung der Öle erhält die natürliche Patina und Haptik des Holzes. Im Unterschied zu den rein imprägnierenden Ölen gibt es auch schichtbildende Öle oder Öl-Wachs-Kombinationen – häufig Hartwachsöle genannt – die ggf. einen höheren Lösemittelanteil aufweisen. Je nach Auftragsverfahren bilden diese Oberflächensysteme eine dichtere Oberfläche und gleichen daher eher einer lackierten als einer geölten Oberfläche.

Zur Reinigung sollte der Boden ebenfalls mit einem fest ausgewrungenen Lappen sowie mit einem geeigneten Reinigungsmittel gewischt werden. Der Boden sollte in der Folge regelmäßig eine Öl- bzw. Wachspflege erhalten. Je nach Beanspruchung der Fläche ist 1- bis 2-mal pro Jahr eine Unterhaltspflege mit einem Pflegeöl erforderlich. Die Angaben der jeweiligen Hersteller sind dabei zu beachten.

Die Gesamtlebensdauer eines geölten oder versiegelten Holzbodens kann, weil mehrfach renovierbar, bis zu 50 Jahre oder länger betragen, abhängig von der Nutzschichtdicke des Parkettbodens.

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Worauf sollte der Handwerker bei der Auftragungsausführung von Oberflächenbehandlungen bei Parkettböden achten?

Der Handwerker sollte seinen Kunden auf jeden Fall ausführlich über Pro und Contra der jeweiligen Oberflächenbehandlungen beraten. Ist die Produktwahl getroffen, hat der Handwerker im Sinne der ATV VOB/C DIN 18356 Parkett- und Holzpflasterarbeiten auf die erforderlichen Pflegemaßnahmen hinzuweisen und rechtzeitig eine entsprechende schriftliche Anweisung zu übergeben.

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Profiinformationen: Fußbodenheizung bei Parkettböden

Welche Klebstoffe eignen sich zur Verklebung von Parkett auf Estrichen mit Warmwasserfußbodenheizung?
Prinzipiell eignen sich alle Klebstofftypen auch für die Verklebung auf Warmwasserfußbodenheizung. Entscheidend ist die Empfehlung des Herstellers. Maßgeblich für die Klebstoffauswahl ist vor allem, welche Art von Parkett verlegt werden soll. Darüber hinaus sind selbstverständlich die Herstellerangaben, wie z. B. maximale Oberflächentemperatur, einzuhalten.

Ist die Auswahl des Klebstoffes dabei abhängig von der jeweiligen Parkettkonstruktion und der zu verlegenden Holzart?
Wie bereits erwähnt ist die Parkettkonstruktion ausschlaggebend für die Produktauswahl. Das Temperaturintervall ist bei einer beheizten Konstruktion größer als bei einer unbeheizten, zudem wird dann geheizt (im Winter), wenn die Luftfeuchten schon relativ niedrig sind. Dadurch erhöhen sich die möglichen Belastungen der Verklebung. Im Zweifelsfall sollte daher auf Produkte zurückgegriffen werden, die tendenziell mehr Sicherheitsreserve bieten, z. B. Reaktionsharz-Klebstoff anstelle von Dispersions-Klebstoff.

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Wie muss der zu belegende Untergrund beschaffen sein, um darauf Parkett verkleben zu können?
Die Vorgaben der DIN 18356 müssen erfüllt sein. In dieser Norm sind die Prüfpflichten des Parkettlegers aufgelistet. Die Fußbodenheizung führt tendenziell zu höheren Belastungen, damit verbunden sind z. B. höhere Zugspannungen vom Klebstoff zur Estrichoberfläche. Daher ist insbesondere auf eine ausreichende Festigkeit der Estrichoberfläche zu achten. Wichtig ist auch darauf zu achten, dass ein Aufheizprotokoll vorliegt.

Sind vor, während und nach der Parkettverlegung bestimmte Oberflächentemperaturen des Estrichs zu beachten?
Die Mindesttemperatur für Untergrund und Umgebung bei der Parkettverlegung beträgt 15 °C. Bei höheren Temperaturen verkürzt sich bereits die offene Zeit der Klebstoffe spürbar, daher gibt es einen idealen Temperaturbereich, der bei ca. 15 – 18 °C liegt. Bei Fußbodenheizungen darf die Vorlauftemperatur 55 °C nicht überschreiten. Für die maximale Temperatur an der Parkettoberfläche schreiben die Parketthersteller einen Wert von 26 – 28 °C vor; im Zweifelsfall muss die Vorlauftemperatur gesenkt werden. Wird diese Temperatur überschritten, trocknet das Parkett übermäßig; es schrumpft und die dadurch auftretenden Spannungen führen zu den bekannten Schäden.

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Wie verhalten sich die sog. elastischen Klebstoffe auf Estrichen mit Warmwasserfußbodenheizung?
Unabhängig davon, ob eine Fußbodenheizung vorhanden ist oder nicht, lassen elastische Klebstoffe das Holz eher arbeiten. Trocknungsbedingte Fugenbildung, vor allem im Winter, wird dadurch früher sichtbar. Die Fußbodenheizung erweitert den möglichen Temperaturbereich hin zu höheren Temperaturen, dadurch erhöhen sich insgesamt die auftretenden Temperaturdifferenzen und damit verbunden die maximalen und minimalen Feuchtegehalte im Parkett (siehe auch Frage 2). Fugen können dadurch breiter werden. Tendenziell treten bei weichelastisch geklebtem Parkett auf Fußbodenheizung sichtbare Fugen eher auf.

Wie verhalten sich die Klebstoffe im «Störfall», wenn die Fußbodenheizung überhitzt wird, und bis zu welchen Temperaturen sind die Klebstoffe beständig?
Wird die Fußbodenheizung überhitzt, können durch z. B. Untertrocknung und der damit verbundenen Schwindung so hohe Spannungen auftreten, dass die Gesamtkonstruktion an der schwächsten Stelle «nachgibt». Typische Schadensbilder sind dann z. B. Bruch in der Estrichrandzone, Trennung im Klebstoff oder Parkettschaden.

Ist durch die Fußbodenheizung damit zu rechnen, dass die Klebstoffe in ihrer Haltbarkeit bzw. Dauerhaftigkeit beeinträchtigt werden?
Von Lösemittel-Kunstharzklebstoffen ist bekannt, dass sie auf Fußbodenheizung langsam verspröden können. Dispersions- und Reaktionsharz-Klebstoffe werden durch die Fußbodenheizung praktisch nicht negativ verändert.

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Fugen im Parkett – Mangel oder Eigenschaft?

Fugen im Parkett – Mangel oder Eigenschaft?

Besonders während der Heizperiode erhalten wir immer wieder besorgte Nachfragen von Personen, die Fugen in ihrem Parkett entdeckt haben.  Die Sorge ist bei ihnen groß, dass es sich bei den Entdeckungen um Mängel im verwendeten Werkstoff oder um Fehler bei den...

Frohes Neues Jahr 2020!

Frohes Neues Jahr 2020!

366 Tage – 366 Chancen! Das Team der Bader Parkett Boden GmbH wünscht einen guten Start in ein gesundes und glückliches Jahr 2020! Wir freuen uns auf neue Herausforderungen, neue Chancen, neue Möglichkeiten und jede Menge Parkett und Boden zu verlegen! Ab dem 07....

Frohe Weihnachten!

Über die Feiertage kehrt auch in unserem Betrieb Ruhe ein. Wir freuen uns auf die Zeit mit unseren Liebsten über die Feiertage und nutzen die freien Tage, um etwas durchzuatmen und gestärkt in das kommende Jahr zu starten! Wir haben deshalb vom 23.12.2019 bis...

Ausbildung zum Parkettleger/Bodenleger (m/w/d) 2020!

Ausbildung zum Parkettleger/Bodenleger (m/w/d) 2020!

Wir suchen dich ! Du bist noch unentschieden, welcher Beruf zu dir passt? Du suchst eine persönliche Herausforderung mit attraktiver Vergütung und tollen Zukunftschancen - und das ohne langes Studium? Die handwerkliche Arbeit liegt dir genauso, wie das Arbeiten im...

Parkett-Handwerk hat goldenen Boden!

Parkett-Handwerk hat goldenen Boden!

Erst seit wenigen Wochen ist Jens Bader wieder zurück in seinem Familienbetrieb, den er jetzt gemeinsam mit seinem Vater Dieter Bader führt. Und das nach 15-jähriger Tätigkeit in der Industrie, der er jetzt den Rücken kehrt, um sich selbst zu verwirklichen....